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2026-04-02 17:39:43 +02:00

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„CVE Scan“ bedeutet im Kontext der Software-Entwicklung in der Regel:

Automatisches Durchsuchen von Software (Code, Bibliotheken, Containern, Systemen) nach bekannten Sicherheitslücken, die in der CVE-Datenbank erfasst sind.

Was ist „CVE“?

  • CVE = Common Vulnerabilities and Exposures
  • Das ist ein weltweit genutztes, standardisiertes Verzeichnis von bekannten Sicherheitslücken mit eindeutigen IDs, z.B. CVE-2023-12345.
  • Jede CVE beschreibt eine bestimmte Schwachstelle in Software/Hardware und hat meist eine Schwerebewertung (z.B. CVSS-Score).

Was macht ein „CVE Scan“ konkret?

Ein CVE-Scan-Tool:

  1. Analysiert deine Software-Artefakte
    • z.B.:
      • verwendete Bibliotheken/Dependencies (Maven, npm, pip, …)
      • Container Images (Docker)
      • Betriebssystem-Pakete (apt, yum, …)
  2. Vergleicht die gefundenen Komponenten mit Datenbanken bekannter Schwachstellen:
    • NVD (National Vulnerability Database)
    • Vendor-Advisories
    • Weitere Security-Feeds
  3. Listet gefundene bekannte Schwachstellen auf:
    • CVE-ID
    • Schweregrad (z.B. „High“, „Critical“)
    • betroffene Version
    • ggf. empfohlene Fix-Version

Beispiel im Entwicklungsprozess

In einem CI/CD-Pipeline-Schritt „CVE Scan“ passiert typischerweise:

  • Nach dem Build wird das Artefakt (z.B. Container-Image, JAR, Node.js-App) gescannt.
  • Der Scan findet z.B.:
    • „Bibliothek log4j Version X enthält CVE-2021-44228 (Critical)“
  • Je nach Policy:
    • Pipeline schlägt fehl, wenn kritische CVEs gefunden werden
      oder
    • Es wird zumindest ein Report erzeugt, den das Team bearbeiten muss.

Warum ist das wichtig?

  • Minimiert das Risiko, bekannte Sicherheitslücken in Produktion zu bringen.
  • Hilft, Security in den Entwicklungsprozess zu integrieren (Shift Left).
  • Unterstützt Compliance-Anforderungen (ISO 27001, BSI, interne Richtlinien).