„CVE Scan“ bedeutet im Kontext der Software-Entwicklung in der Regel: **Automatisches Durchsuchen von Software (Code, Bibliotheken, Containern, Systemen) nach bekannten Sicherheitslücken, die in der CVE-Datenbank erfasst sind.** ### Was ist „CVE“? - **CVE** = *Common Vulnerabilities and Exposures* - Das ist ein weltweit genutztes, standardisiertes Verzeichnis von **bekannten Sicherheitslücken** mit eindeutigen IDs, z. B. `CVE-2023-12345`. - Jede CVE beschreibt eine bestimmte Schwachstelle in Software/Hardware und hat meist eine **Schwerebewertung** (z. B. CVSS-Score). ### Was macht ein „CVE Scan“ konkret? Ein CVE-Scan-Tool: 1. **Analysiert deine Software-Artefakte** - z. B.: - verwendete Bibliotheken/Dependencies (Maven, npm, pip, …) - Container Images (Docker) - Betriebssystem-Pakete (apt, yum, …) 2. **Vergleicht die gefundenen Komponenten** mit Datenbanken bekannter Schwachstellen: - NVD (National Vulnerability Database) - Vendor-Advisories - Weitere Security-Feeds 3. **Listet gefundene bekannte Schwachstellen** auf: - CVE-ID - Schweregrad (z. B. „High“, „Critical“) - betroffene Version - ggf. empfohlene Fix-Version ### Beispiel im Entwicklungsprozess In einem CI/CD-Pipeline-Schritt „CVE Scan“ passiert typischerweise: - Nach dem Build wird das Artefakt (z. B. Container-Image, JAR, Node.js-App) gescannt. - Der Scan findet z. B.: - „Bibliothek `log4j` Version X enthält `CVE-2021-44228` (Critical)“ - Je nach Policy: - Pipeline schlägt fehl, wenn **kritische** CVEs gefunden werden oder - Es wird zumindest ein Report erzeugt, den das Team bearbeiten muss. ### Warum ist das wichtig? - Minimiert das Risiko, **bekannte** Sicherheitslücken in Produktion zu bringen. - Hilft, Security in den **Entwicklungsprozess** zu integrieren (Shift Left). - Unterstützt Compliance-Anforderungen (ISO 27001, BSI, interne Richtlinien).