Merge branch 'master' of ssh://gitea.schneiderserver.site:2222/mathias2784/it-know-how

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@@ -16,6 +16,7 @@ Sammlung wichtiger BASH-Befehle und Konzepte für die Linux-Konsole.
## Dateiverwaltung
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/ls]] - Dateien auflisten und Größen anzeigen
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/fd]] - Dateien schnell suchen und gesammelt verarbeiten
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/find]] - Dateien suchen, filtern und verarbeiten (inkl. Datum, Löschen)
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/Symlinks]] - Symbolische Links erstellen und verwalten
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@@ -0,0 +1,392 @@
# fd - Dateien und Verzeichnisse schnell suchen
`fd` ist ein moderner, benutzerfreundlicher Ersatz für `find`. Die Standards
sind für die meisten interaktiven Suchen praktischer: Die Suche ist rekursiv,
Groß-/Kleinschreibung wird automatisch berücksichtigt, versteckte Dateien und
von Git ignorierte Dateien werden standardmäßig ausgelassen und die Ausgabe ist
farbig formatiert.
`fd` ist kein vollständiger Ersatz für jede komplexe `find`-Abfrage. Für
interaktive Dateisuche ist es aber oft kürzer und übersichtlicher.
## Installation
Debian/Ubuntu:
```bash
sudo apt update
sudo apt install fd-find
```
Bei Debian und Ubuntu heißt das Programm je nach Distribution `fdfind` statt
`fd`:
```bash
fdfind --version
alias fd=fdfind # nur für die aktuelle Shell
```
Arch Linux:
```bash
sudo pacman -S fd
```
Fedora:
```bash
sudo dnf install fd-find
```
openSUSE:
```bash
sudo zypper install fd
```
Installation prüfen:
```bash
fd --version
fd --help
```
## Grundsyntax
```bash
fd [OPTIONEN] [MUSTER] [SUCHPFAD...]
```
Ohne Argumente zeigt `fd` die Dateien und Verzeichnisse unterhalb des
aktuellen Verzeichnisses:
```bash
fd
fd README.md # nach README.md suchen
fd README ~/Projekte # in ~/Projekte suchen
fd 'backup.*' /var/tmp # Suchmuster angeben
```
Das Muster wird standardmäßig als regulärer Ausdruck interpretiert. Für eine
wortgetreue Suche kann `-g` (Glob) verwendet werden.
## Nach Namen suchen
```bash
fd report # enthält "report" im Namen
fd -i report # ausdrücklich ohne Beachtung der Großschreibung
fd -g '*.pdf' # Glob-Muster, alle PDF-Dateien
fd -e pdf # nach der Endung pdf
fd -e jpg -e png # mehrere Endungen
fd -t f -e log # nur Dateien mit der Endung log
fd -t d config # nur Verzeichnisse mit "config" im Namen
fd -H '.env' # versteckte Dateien einbeziehen
```
Bei Globs müssen Wildcards quotiert werden, damit die Shell sie nicht vorab
expandiert. `-e pdf` ist meist angenehmer als `-g '*.pdf'`, weil die Endung
ohne Punkt angegeben wird.
### Reguläre Ausdrücke
```bash
fd '^README' # Namen, die mit README beginnen
fd 'v[0-9]+\.tar\.gz$' # z. B. v1.tar.gz
fd -I 'node_modules|target' # auch ignorierte Dateien suchen
fd -g 'bild-??.jpg' # Glob: genau zwei Zeichen vor .jpg
```
Mehrere Suchpfade sind möglich:
```bash
fd -t f -e md ~/Dokumente ~/Projekte
```
## Suchbereich einschränken
```bash
fd -d 1 # nur direkt unterhalb des aktuellen Ordners
fd -d 3 -e log # höchstens drei Ebenen tief
fd -E node_modules # node_modules ausschließen
fd -E '*.min.js' # Dateien per Glob ausschließen
fd -E .git -E build # mehrere Ausschlüsse
fd -p 'src/lib' # Muster als vollständigen Pfad behandeln
fd -a report # absolute Pfade ausgeben
```
Standardmäßig werden versteckte Pfade, `.gitignore`-Treffer und `.git`
Verzeichnisse ausgelassen. Das Verhalten lässt sich mit diesen Optionen ändern:
```bash
fd -H pattern # versteckte Dateien einbeziehen
fd -I pattern # ignorierte Dateien einbeziehen
fd -u pattern # unbeschränkte Suche: versteckt + ignoriert
```
## Dateitypen und Eigenschaften
```bash
fd -t f # reguläre Dateien
fd -t d # Verzeichnisse
fd -t l # symbolische Links
fd -t x # ausführbare Dateien
fd -t e # leere Dateien oder Verzeichnisse
fd -S +100M -t f # Dateien größer als 100 MB
fd -S -10k -t f # Dateien kleiner als 10 KB
fd --changed-within 7d # in den letzten sieben Tagen geändert
fd --changed-before 30d # vor mehr als 30 Tagen geändert
```
Größen-Suffixe sind unter anderem `k`, `M`, `G` und `T`. Zeitangaben können
beispielsweise `10m`, `2h`, `7d` oder `1w` sein. Die genaue Unterstützung hängt
von der installierten `fd`-Version ab; `fd --help` zeigt die verfügbaren
Optionen.
## Ausgabe und Zählen
```bash
fd -l pattern # Long-Format wie bei ls
fd --color never pattern # ohne ANSI-Farbcodes
fd --print0 -e jpg # NUL-separiert, sicher für Sonderzeichen
fd -e log | wc -l # Treffer zählen
fd -e log | sort # Treffer sortieren
fd -e log | xargs -r grep -n ERROR
```
Für robuste Pipelines mit beliebigen Dateinamen immer `--print0` zusammen mit
`xargs -0` verwenden:
```bash
fd -0 -t f -e txt | xargs -0 -r wc -l
```
## Befehle auf Treffer anwenden
`-x` führt einen Befehl für jeden Treffer aus. `{}` ist der Platzhalter für den
aktuellen Pfad:
```bash
fd -t f -e sh -x chmod +x '{}'
fd -t f -e log -x gzip '{}'
fd -t f -e txt -x grep -nH 'TODO' '{}'
```
`-X` übergibt alle Treffer gemeinsam an den Befehl. Das ist für Programme
geeignet, die mehrere Dateien in einem Aufruf verarbeiten können:
```bash
fd -t f -e jpg -X identify
fd -t f -e sh -X shellcheck
```
Vor einer Aktion zuerst einen Dry-Run ausführen:
```bash
fd -t f -e tmp -x echo rm -- '{}'
fd -t f -e jpg -x echo cp -- '{}' ~/Bilder/
```
`--` trennt Optionen des externen Befehls vom Dateinamen. Die Quoting-Regeln
des Beispiels schützen auch Dateinamen mit Leerzeichen.
## Dateien kopieren, verschieben und löschen
### Löschen
```bash
# Treffer prüfen
fd -t f -e tmp
# Dry-Run
fd -t f -e tmp -x echo rm -- '{}'
# Tatsächlich löschen
fd -t f -e tmp -x rm -- '{}'
```
Leere Verzeichnisse:
```bash
fd -t d -e old -x echo rmdir -- '{}'
fd -t d -e old -x rmdir -- '{}'
```
`rmdir` löscht nur leere Verzeichnisse. Für nichtleere Verzeichnisse wäre
`rm -r` erforderlich und sollte besonders vorsichtig eingesetzt werden.
### Kopieren
```bash
mkdir -p ~/Archiv/logs
fd -t f -e log -x echo cp -n -- '{}' ~/Archiv/logs/
fd -t f -e log -x cp -n -- '{}' ~/Archiv/logs/
```
`cp -n` verhindert das Überschreiben vorhandener Dateien. Für das Beibehalten
von Zeitstempeln und Berechtigungen kann `cp -p` ergänzt werden.
### Verschieben
```bash
mkdir -p ~/Archiv/alte-logs
fd -t f -e log --changed-before 30d -x echo mv -i -- '{}' ~/Archiv/alte-logs/
fd -t f -e log --changed-before 30d -x mv -i -- '{}' ~/Archiv/alte-logs/
```
`mv -i` fragt vor dem Überschreiben nach. Mit `mv -n` werden bestehende
Zieldateien ohne Rückfrage nicht ersetzt.
## Dateien gesammelt umbenennen
Für einfache Ersetzungen ist `mv` mit Shell-Parameterexpansion ausreichend.
Zuerst die geplanten Befehle anzeigen:
```bash
fd -t f -e jpeg -x sh -c 'for f do printf "mv -- %q %q\\n" "$f" "${f%.jpeg}.jpg"; done' sh
```
Wenn das Ergebnis stimmt:
```bash
fd -t f -e jpeg -x sh -c 'for f do mv -i -- "$f" "${f%.jpeg}.jpg"; done' sh
```
Weitere Beispiele für Namensänderungen:
```bash
# Suffix _alt ergänzen
fd -t f -e txt -x sh -c 'for f do mv -i -- "$f" "${f%.txt}_alt.txt"; done' sh
# Präfix backup- ergänzen
fd -t f -e conf -x sh -c 'for f do mv -i -- "$f" "$(dirname "$f")/backup-$(basename "$f")"; done' sh
```
Bei vielen Umbenennungen ist `-x` mit einer kleinen Shell-Schleife sicherer
als eine Pipe, weil Dateinamen nicht an Leerzeichen oder Zeilenumbrüchen
aufgeteilt werden.
## Bulk-Bearbeitung von Dateien
### Textdateien mit sed bearbeiten
```bash
# Erst anzeigen, welche Dateien betroffen sind
fd -t f -e conf -e cfg
# Dry-Run: Ausgabe prüfen, Dateien bleiben unverändert
fd -t f -e conf -e cfg -x sh -c 'for f do sed "s/alt/neu/g" "$f" > "$f.tmp" && diff -u "$f" "$f.tmp"; rm -- "$f.tmp"; done' sh
# In-place mit Backup-Datei
fd -t f -e conf -e cfg -x sed -i.bak 's/alt/neu/g' '{}'
```
### Dateinamen mit Textsuche kombinieren
```bash
fd -t f -e md -x rg -nH 'TODO|FIXME' '{}'
fd -t f -e log -x sh -c 'for f do grep -l ERROR "$f"; done' sh
```
### Dateien anhand des Namens einsortieren
```bash
mkdir -p ~/Sortiert/{pdf,bilder}
# Dry-Run
fd -t f -e pdf -x echo mv -i -- '{}' ~/Sortiert/pdf/
fd -t f -e jpg -e png -x echo mv -i -- '{}' ~/Sortiert/bilder/
# Ausführen
fd -t f -e pdf -x mv -i -- '{}' ~/Sortiert/pdf/
fd -t f -e jpg -e png -x mv -i -- '{}' ~/Sortiert/bilder/
```
### Robuste Schleife mit NUL-Trennung
Wenn zusätzlich komplexe Shell-Logik oder mehrere Variablen benötigt werden,
ist eine NUL-separierte Schleife eine gute Alternative:
```bash
while IFS= read -r -d '' file; do
printf 'Bearbeite: %s\n' "$file"
# command -- "$file"
done < <(fd -0 -t f -e txt)
```
## Praktische Anwendungsfälle
```bash
# Die zehn größten Dateien unterhalb des aktuellen Ordners
fd -t f -S +1M -x du -h '{}' | sort -rh | head -10
# Alle ausführbaren Shell-Skripte finden
fd -t x -e sh
# Backups und temporäre Dateien ausschließen
fd -t f -E '*.bak' -E '*.tmp' -E .cache
# Markdown-Dateien der letzten Woche archivieren
fd -t f -e md --changed-within 7d -X tar -czf aktuelle-doku.tar.gz
# Prüfsummen für ISO-Dateien erzeugen
fd -t f -e iso -x sha256sum '{}'
```
Bei `fd -X` werden die Treffer als Argumente an `tar` übergeben. Für sehr
große Trefferlisten kann ein Befehl durch die Systemgrenze für Argumente
begrenzt sein; dann besser `fd -0` mit `xargs -0` oder `tar`-Optionen für
Dateilisten verwenden.
## Vergleich mit find
| Aufgabe | `find` | `fd` |
|---------|--------|------|
| Alle Logs finden | `find . -type f -name '*.log'` | `fd -t f -e log` |
| Verzeichnis suchen | `find . -type d -name 'src'` | `fd -t d src` |
| Tiefe begrenzen | `find . -maxdepth 2` | `fd -d 2` |
| Verzeichnis ausschließen | `find . -path './node_modules' -prune` | `fd -E node_modules` |
| Befehl ausführen | `find . -type f -exec cmd {} +` | `fd -t f -X cmd` |
| Änderungszeit | `find . -mtime -7` | `fd --changed-within 7d` |
Komplexe Bedingungen nach Besitzer, Berechtigungen oder exakten Zeitstempeln
bleiben eine Stärke von `find`.
## Wichtige Optionen
| Option | Bedeutung |
|--------|-----------|
| `-t f` | nur reguläre Dateien |
| `-t d` | nur Verzeichnisse |
| `-t l` | nur symbolische Links |
| `-e EXT` | Dateiendung suchen |
| `-g` | Glob statt regulärem Ausdruck verwenden |
| `-i` | Groß-/Kleinschreibung ignorieren |
| `-H` | versteckte Dateien einbeziehen |
| `-I` | Git-ignorierte Dateien einbeziehen |
| `-u` | versteckte und ignorierte Dateien einbeziehen |
| `-d N` | maximale Tiefe |
| `-E PATH` | Pfad oder Muster ausschließen |
| `-a` | absolute Pfade ausgeben |
| `-0` / `--print0` | NUL-separierte Ausgabe |
| `-x CMD` | Befehl pro Treffer ausführen |
| `-X CMD` | Befehl mit allen Treffern ausführen |
| `-S SIZE` | nach Dateigröße filtern |
## Best Practices
1. Zuerst nur `fd ...` ausführen und die Treffer kontrollieren.
2. Vor Änderungen `-x echo ...` als Dry-Run verwenden.
3. Dateipfade immer quoten: `"$file"` oder `'{}'`.
4. Bei Pipes für beliebige Dateinamen `-0` und `xargs -0` verwenden.
5. Bei `rm` und `mv` `--` vor dem Dateipfad setzen.
6. Für Lösch-, Verschiebe- und Umbenennungsaktionen Backups oder Versionskontrolle nutzen.
7. Mit `fd --help` prüfen, welche Optionen die installierte Version unterstützt.
## Siehe auch
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/find]] - Klassische Dateisuche mit find
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/grep]] - Textsuche in Dateien
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/sed]] - Textdateien gesammelt bearbeiten
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/awk]] - Textverarbeitung und Datenextraktion
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/Dateiberechtigungen]] - chmod und chown
- [[IT-Know-How/Linux/BASH Basics/rsync]] - Dateien synchronisieren
+56 -1
View File
@@ -98,4 +98,59 @@ ssh benutzername@192.168.178.42
---
👉 Soll ich dir ein **kurzes Beispiel-Setup mit zwei Testbenutzern** schreiben, das du direkt im Heimnetz nachmachen kannst?
👉 Soll ich dir ein **kurzes Beispiel-Setup mit zwei Testbenutzern** schreiben, das du direkt im Heimnetz nachmachen kannst?
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## 5. SSH-Tunnel für lokale Datenbankzugriffe
Mit einem lokalen SSH-Tunnel (`-L`) wird ein Port auf dem eigenen Rechner an
einen Zielhost und Zielport weitergeleitet, die aus Sicht des SSH-Servers
erreichbar sind:
```bash
ssh -L <lokaler-port>:<zielhost>:<zielport> <benutzer>@<ssh-server>
```
Beispiel für PostgreSQL:
```bash
ssh -L 15432:127.0.0.1:5432 benutzername@vm.example.org
```
Danach kann ein lokaler Client über `127.0.0.1:15432` auf PostgreSQL zugreifen.
Die Verbindung verläuft dabei so:
```text
Datenbank-Client auf dem eigenen Rechner
|
| 127.0.0.1:15432
v
SSH-Tunnel zur VM
|
| 127.0.0.1:5432 aus Sicht der VM
v
PostgreSQL auf der VM
```
`<zielhost>` wird aus Sicht der VM aufgelöst. Wenn PostgreSQL in einem
Docker-Container läuft, kann das je nach Setup beispielsweise `127.0.0.1`,
ein Docker-Service-Name oder eine Container-IP sein. Eine Container-IP wie
`172.19.0.2` sollte nicht dauerhaft vorausgesetzt werden, weil sie sich nach
dem Neuerstellen des Containers ändern kann. Siehe auch
[[DBeaver PostgreSQL via SSH-Tunnel]] und [[Docker]].
### Adressen nicht verwechseln
`hostname -I` gibt alle Adressen des Rechners aus. Darunter können sich auch
Docker-Bridge-Adressen befinden. Die Ausgabe zeigt nicht, welche Adresse für
einen bestimmten Dienst die richtige ist:
```text
10.2.0.4 Adresse der VM im Azure-Netzwerk
172.19.0.1 Docker-Bridge-Gateway
172.19.0.2 möglicherweise eine Container-IP
```
Die tatsächlich passende Adresse und der passende Port sollten mit `ss`,
`docker inspect`, `nc` oder `psql` geprüft werden.
+58 -1
View File
@@ -27,4 +27,61 @@ docker exec -i <container_name> psql -U <username> -d <dbname> -c "SELECT <field
docker exec -i <container_name> psql -U <username> -d <dbname> -A -F, --csv -c "SELECT <fields> FROM <table>;" > path/tp/file.csv
```
Erklärung:
>The `-A` flag (unaligned output), `-F,` (field separator comma), and `--csv` together produce CSV
>The `-A` flag (unaligned output), `-F,` (field separator comma), and `--csv` together produce CSV
## Verbindung zu einem bestimmten Host und Port
Für eine Verbindung zu einem PostgreSQL-Server auf einem bestimmten Host und
Port werden `-h` und `-p` verwendet:
```bash
psql -h <host> -p <port> -U <username> -d <dbname>
```
Beispiel:
```bash
psql -h 127.0.0.1 -p 15432 -U <username> -d <dbname>
```
Das ist beispielsweise der lokale Endpunkt eines SSH-Tunnels. Bei einem
Docker-Setup kann der Host dagegen eine Container-IP, ein Docker-Service-Name
oder die Loopback-Adresse der VM sein. Entscheidend ist, von wo aus die
Verbindung hergestellt wird.
## PostgreSQL-Verbindung diagnostizieren
Eine schrittweise Prüfung hilft dabei, Netzwerk-, Tunnel- und
Authentifizierungsprobleme voneinander zu unterscheiden:
```bash
# Ist der TCP-Port erreichbar?
nc -vz <host> <port>
# Lauscht auf der VM ein Prozess auf dem PostgreSQL-Port?
sudo ss -ltnp | grep 5432
# Funktioniert die PostgreSQL-Verbindung mit denselben Parametern?
psql -h <host> -p 5432 -U <username> -d <dbname>
```
Wenn `psql` direkt auf der VM funktioniert, ist damit nur bewiesen, dass die
VM diesen Endpunkt erreichen kann. Es ist noch nicht bewiesen, dass ein
externer Client denselben Weg über den SSH-Tunnel verwendet. Zu prüfen sind
deshalb zusätzlich der lokale Tunnel-Port, der entfernte Zielhost, der
entfernte Zielport und die SSL-Einstellung des Clients.
Für eine Docker-Datenbank sind außerdem hilfreich:
```bash
docker ps
docker inspect <postgres-container>
docker logs --tail 100 <postgres-container>
```
Eine Container-IP kann sich ändern, wenn der Container neu erstellt wird. Für
dauerhafte Konfigurationen sind veröffentlichte Host-Ports oder Docker-
Service-Namen meist besser geeignet als eine fest eingetragene Container-IP.
Siehe auch [[SSH Verbindung in Linux]], [[Docker]] und
[[DBeaver PostgreSQL via SSH-Tunnel]].